Permakultur

"Die Natur macht nichts vergeblich"
                                                           Aristoteles

 

Marokko ist ein Land der semi-ariden Region, das durch Trockenheit und Erosion rasant Grundwasser und gesunde, ertragreiche Böden verliert.

Permakultur ist eine Methode, bei der alle Elemente der Natur (Tiere, Menschen, Pflanzen im Kräuter- und Hausgarten, Bäume, Kompost etc.) so angeordnet und gestaltet werden, dass viele kleine funktionierende Kreisläufe entstehen. Das gibt dem System nicht nur Stabilität, sondern schont auch die natürlichen Ressourcen und führt zu einem kontinuierlichen Humusaufbau.

Auf dem Schulgelände schaffen wir mit Permakultur ein eigenständig funktionierendes Ökosystem, das unsere Schüler mit aufbauen, weiterentwickeln und anpassen. Von der ersten bis zur neunten Klasse durchläuft jedes Schulkind einen Jahreszyklus in allen Gartenarbeitsbereichen.

In einem solchen Ökosystem arbeiten wir mit der Natur und nicht gegen sie. Die Hühner helfen uns den Boden zu bearbeiten, den Vögeln wird ein Lebensraum geschaffen, damit sie Dünger liefern. Es gibt ein durchdachtes Wasser-Management, indem jeder Tropfen Wasser benutzt wird und in vielen Fällen sogar mehrfach zum Einsatz kommt. 
Fast 1000 Bäume wurden 2016/17 neu gepflanzt und durch innovative Terrassierungen am Hang hinter den Schulhäusern entsteht dort ein neuer Wald- und Landgarten, unser forêt vivante

Unsere Pädagogik basiert auf dem bewussten Erfahren von ganzheitlichem Wissen. Die Permakultur bietet uns auf dem eigenen Schulgelände einen fortlaufenden und vielfältigen Lernort. Dieses Projekt  hat Modellcharakter für die Region und eröffnet auch der Talbevölkerung durch aktiven Einbezug neue Horizonte. Wir leisten damit einen direkten Beitrag an die Agenda 2030 der UNO und gegen die Verwüstung des Landes. 

In diesem Interview erzählen unsere Projektleiter mehr über das Projekt Permakultur.